Spätzle, Pasta und Schnecken für die ganze Familie

Jedes Jahr dasselbe Spiel: Ich gehe auf den Wochenmarkt, sehe die ersten grünen Bärlauch-Bündel und kaufe sofort viel zu viel davon. Und dann stehe ich in der Küche und frage mich, was ich aus dem ganzen grünen Zeug machen soll. Falls es dir ähnlich geht, bist du hier genau richtig.

Bärlauch ist eines meiner liebsten Frühlingszutaten, weil er so ein unglaubliches Aroma hat und sich wirklich vielseitig einsetzen lässt. Das Problem: Die Saison ist kurz. März bis Ende April, dann ist Schluss. Wer also jetzt nicht kocht, muss ein ganzes Jahr warten.

In diesem Artikel findest du 9 Rezepte mit Bärlauch, die ich alle so aufgeschrieben habe, dass sie auch funktionieren, wenn du normalerweise eher selten kochst oder unerfahren mit Bärlauch bist. Klassische Bärlauch Spätzle in leuchtendem Grün, eine cremige 10-Minuten-Pasta, die One-Pot-Version für entspannte Abende und als Highlight ganz zum Schluss: Bärlauch-Kartoffel-Schnecken, die aussehen wie aus einer guten Bäckerei. Spoiler: Die sind einfacher als sie aussehen.


Was ist Bärlauch überhaupt?

Bärlauch ist ein heimisches Wildkraut, das in feuchten Laubwäldern und an Bachläufen wächst. Sein offizieller Name ist Allium ursinum, und er gehört zur gleichen Pflanzenfamilie wie Knoblauch und Schnittlauch. Der volkstümliche Name kommt übrigens von der Legende, dass Bären nach dem Winterschlaf als erstes frische Bärlauchblätter fraßen, um wieder zu Kräften zu kommen.

Im Geschmack erinnert Bärlauch stark an Knoblauch, ist aber milder und frischer. Er hat dieses leichte Zwiebelaroma, das bei Pasta, Spätzle und herzhaftem Gebäck so wunderbar passt. Dazu ist er richtig gesund: Bärlauch steckt voller Vitamin C, hat antibakterielle Eigenschaften und soll die Verdauung unterstützen.

Verwendbar sind die Blätter, die Knospen und sogar die Blüten. Am intensivsten schmecken die Blätter, solange die Pflanze noch nicht geblüht hat. Kurz nach dem Aufgehen der Blüten lässt das Aroma schnell nach, weshalb es sich lohnt, so früh wie möglich in der Saison zuzuschlagen.


Bärlauch Saison: Wann, wo und wie lange?

Die Bärlauch-Saison beginnt je nach Witterung im März und endet meist Anfang Mai. Sobald die Pflanze anfängt zu blühen, verlieren die Blätter deutlich an Aroma. Das Fenster, in dem du wirklich guten Bärlauch bekommst, ist also schmal.

Kaufen kannst du Bärlauch im Frühling auf dem Wochenmarkt, in Bio-Läden und in gut sortierten Supermärkten. Wer Glück hat, findet ihn sogar im eigenen Garten oder in der Nähe eines Waldspaziergangs.

Selbst sammeln: Das ist grundsätzlich möglich und macht Spaß. Aber Achtung, denn Bärlauch sieht dem giftigen Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen erschreckend ähnlich. Der zuverlässigste Erkennungstest: Bärlauch riecht intensiv nach Knoblauch, wenn du ein Blatt zwischen den Fingern zerreibst. Maiglöckchen hat diesen Geruch nicht. Im Zweifelsfall lieber kaufen als sammeln.


Bärlauch kaufen, lagern und einfrieren

Frischer Bärlauch hält sich im Kühlschrank nur etwa 2 Tage, bevor er schlaff wird und an Aroma verliert. Deshalb gilt: Kaufen und so schnell wie möglich verarbeiten.

Wer die Saison aber richtig nutzen will, friert Bärlauch ein. Das funktioniert überraschend gut. Meine Lieblingsmethode: Bärlauch fein hacken, in eine Eiswürfelform füllen, leicht mit Olivenöl bedecken und einfrieren. So kannst du das ganze Jahr über einzelne Portionen direkt aus dem Gefrierschrank ins heiße Öl geben, ohne vorher auftauen zu müssen.

Alternativ lassen sich auch ganze Blätter einfrieren, in einem Gefrierbeutel flach aufgeteilt. Das klappt gut, aber die Blätter verlieren beim Auftauen etwas Textur und Aroma. Für Saucen und Pesto ist das kein Problem, für Salate oder als frische Garnitur schon eher.


9 Bärlauch Rezepte für Kochanfänger und Fortgeschrittene

Die folgenden Rezepte sind bewusst einfach gehalten. Zu jedem Rezept findest du die Zutatenliste und eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung. Keine Kochvorkenntnisse nötig, versprochen.

Klassische Bärlauch Spätzle mit Bergkäse

Dieses Rezept ist der Klassiker, bei dem sich wirklich alle einig sind: Die Bärlauch Spätzle in leuchtendem Grün sind optisch der Hammer und schmecken dabei so gut, dass man sie am liebsten das ganze Jahr hätte. Mit Bergkäse und Röstzwiebeln sind sie ein vollständiges Hauptgericht.

Zeitaufwand: ca. 40 Minuten. Portionen: 4 Personen.

Zutaten:

  • 400 g Spätzlemehl (oder Weizenmehl Type 550)
  • 4 Eier (Grösse M)
  • 150 ml kaltes Wasser
  • 50 g frischer Bärlauch
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Butter zum Schwenken
  • 150 g Bergkäse, gerieben
  • 2 Zwiebeln, in Ringe geschnitten und in Butter goldbraun gebraten

Zubereitung:

  1. Bärlauch waschen, grob hacken und mit dem kalten Wasser im Mixer oder mit dem Stabmixer fein pürieren. Je feiner püriert, desto gleichmäßiger grün wird der Teig.
  2. Mehl, Eier, Salz und das Bärlauch-Wasser in eine große Schüssel geben. Mit einem Holzlöffel oder dem Handrührer zu einem glatten Teig verrühren, bis er leicht Blasen wirft. Das dauert 3 bis 5 Minuten.
  3. Teig 15 Minuten ruhen lassen. Das ist wichtig, damit das Mehl quellen kann.
  4. In der Zwischenzeit einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen.
  5. Den Teig portionsweise durch den *Spätzlehobel direkt ins kochende Wasser drücken oder drehen. Sobald die Spätzle an der Oberfläche schwimmen (nach ca. 2 bis 3 Minuten), sind sie fertig.
  6. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und in einer Pfanne mit etwas Butter kurz schwenken.
  7. Sofort mit dem geriebenen Bergkäse und den Röstzwiebeln servieren.
Tipp: Kein Hochleistungsmixer? Kein Problem. Mit einem Stabmixer bleiben kleine Bärlauch-Stückchen im Teig, aber er schmeckt genauso lecker. Der Teig wird nur etwas weniger gleichmäßig grün.
Bärlauchspätzle mit Bergkäse

Vegane Bärlauch Spätzle (ohne Ei)

Dass Spätzle ohne Ei gut schmecken können, hätte ich vorher auch nicht gedacht. Aber diese vegane Variante mit Pflanzenmilch, Grieß und Sprudelwasser ist wirklich gelungen. Der Grieß sorgt für etwas mehr Biss, das Sprudelwasser macht den Teig leicht und luftig.

Zeitaufwand: ca. 35 Minuten. Portionen: 4 Personen.

Zutaten:

  • 300 g Weizenmehl (Type 550)
  • 50 g Hartweizengrieß
  • 200 ml Pflanzenmilch (Hafer oder Soja)
  • 100 ml Sprudelwasser (kohlensäurehaltig)
  • 50 g frischer Bärlauch
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 TL Salz

Zubereitung:

  1. Bärlauch waschen, grob hacken und mit der Pflanzenmilch und dem Öl im Mixer fein pürieren.
  2. Mehl, Grieß und Salz in einer großen Schüssel mischen.
  3. Die Bärlauch-Milch-Mischung und das Sprudelwasser dazugeben. Alles mit einem Holzlöffel zu einem glatten Teig verrühren.
  4. 15 Minuten ruhen lassen.
  5. Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen und die Spätzle wie beim klassischen Rezept kochen.
Tipp: Das Sprudelwasser verleiht dem Teig mehr Luftigkeit. Unbedingt verwenden und nicht durch stilles Wasser ersetzen.
vegane Bärlauch Spätzle

Bärlauch Käsespätzle (die clevere Resteverwertung)

Wenn vom Vortag noch Bärlauch Spätzle übrig sind, bitte nicht wegwerfen, sondern mit diesem Rezept direkt wiederverwenden. Denn dann gibt es heute Bärlauch Käsespätzle, und die sind ehrlich gesagt oft noch leckerer als die frischen. Gesamtaufwand: knapp 25 Minuten.

Zeitaufwand: ca. 25 Minuten. Portionen: 2 bis 3 Personen.

Zutaten:

  • Übrige Bärlauch Spätzle (ca. 2 bis 3 Portionen)
  • 150 g geriebener Bergkäse oder Emmentaler
  • 2 Zwiebeln
  • 2 EL Butter
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Zwiebeln in feine Ringe schneiden und in einer Pfanne mit Butter bei mittlerer Hitze goldbraun braten. Das dauert etwa 10 Minuten, Geduld lohnt sich hier.
  3. Eine Auflaufform leicht mit Butter einfetten.
  4. Eine Schicht Spätzle in die Form geben, dann grosszügig Käse darüber, dann wieder Spätzle, dann wieder Käse. Mit einer Käseschicht abschließen.
  5. Im heißen Ofen 15 bis 20 Minuten überbacken, bis der Käse goldbraun blubbert.
  6. Mit den Röstzwiebeln toppen und sofort servieren.
Tipp: Wer mag, kann noch einen Schuss Sahne zwischen die Schichten geben. Das macht das Gericht noch cremiger.
Bärlauch Käsespätzle

Bärlauch-Parmesan-Sahne Pasta in 10 Minuten

Dieses Rezept ist mein persönlicher Favorit für stressige Abende. Die Sauce kocht buchstäblich in der Zeit, in der die Pasta gart. Püriert wird sie am Ende, deshalb entsteht eine samtige, tiefgrüne Sauce, die nach viel mehr Aufwand aussieht als sie ist.

Zeitaufwand: 10 bis 12 Minuten. Portionen: 2 Personen.

Zutaten:

  • 200 g Pasta (Penne oder Spaghetti)
  • 50 g frischer Bärlauch
  • 200 ml Schlagsahne
  • 50 g Parmesan, frisch gerieben
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 EL Butter
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Pasta nach Packungsanweisung in reichlich Salzwasser kochen.
  2. Parallel dazu: Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und in einer Pfanne mit der Butter 1 bis 2 Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen.
  3. Bärlauch grob hacken und in die Pfanne geben. Weitere 1 Minute mitbraten.
  4. Sahne dazugießen, einmal kurz aufkochen lassen und dann 2 bis 3 Minuten bei kleiner Hitze einköcheln lassen.
  5. Die Sauce in ein hohes Gefäß umfüllen und mit dem Stabmixer fein pürieren. Parmesan einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Pasta abgießen, kurz zurück in den Topf, Sauce dazugeben und gut vermengen. Sofort servieren.
Tipp: Wenn die Sauce zu dick ist, einfach einen Schuss Nudelkochwasser dazugeben. Das Stärkewasser macht sie cremiger ohne zusätzliche Kalorien.
Bärlauch Pasta

Spaghetti mit Bärlauch-Sauerrahm-Sauce

Wer es etwas leichter mag als mit Schlagsahne, wird diese Variante mit Sauerrahm lieben. Die Sauce ist frischer im Geschmack und durch den Sauerrahm leicht säuerlich, was wunderbar zum Knoblauch-Aroma des Bärlauchs passt. Und der wirklich entscheidende Tipp steckt im Schritt mit dem Nudelwasser.

Zeitaufwand: ca. 20 Minuten. Portionen: 2 Personen.

Zutaten:

  • 200 g Spaghetti
  • 50 g frischer Bärlauch
  • 150 g Sauerrahm oder Schmand
  • 1 Schalotte
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer und eine Prise Muskat

Zubereitung:

  1. Spaghetti in reichlich gesalzenem Wasser kochen. Kurz vor dem Abgießen eine Tasse Nudelkochwasser auffangen. Das ist wichtig.
  2. Schalotte fein würfeln und in einer Pfanne mit Olivenöl bei mittlerer Hitze glasig dünsten, ca. 3 Minuten.
  3. Bärlauch grob hacken und zur Schalotte geben, kurz mit anschwitzen, ca. 1 Minute.
  4. Sauerrahm unterrühren und etwas Nudelkochwasser dazugeben, bis eine cremige Sauce entsteht.
  5. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  6. Spaghetti abgießen und direkt in der Pfanne mit der Sauce schwenken. Sofort servieren.
Tipp: Das aufgefangene Nudelwasser enthält Stärke und ist der Geheimtipp für eine cremige, bindige Sauce ohne zusätzliche Sahne oder Mehl.
Spaghetti mit Bärlauch

Bärlauch One-Pot-Pasta

Ein Topf. Das war’s. Kein extra Abseihen, kein Saucen-Topf, der gespült werden muss. Die Pasta gart direkt in der Flüssigkeit und nimmt das Bärlauch-Aroma dabei richtig gut auf. Dieses Rezept ist ideal für alle, die nach einem langen Tag trotzdem etwas Ordentliches auf dem Tisch haben wollen.

Zeitaufwand: ca. 25 Minuten. Portionen: 3 bis 4 Personen.

Zutaten:

  • 300 g Tagliatelle (kurze Kochzeit, ideal für One-Pot)
  • 50 g frischer Bärlauch
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Sahne (oder Pflanzensahne)
  • 50 g getrocknete Tomaten, grob gehackt
  • 30 g Pinienkerne
  • Salz, Pfeffer, Parmesan zum Servieren

Zubereitung:

  1. Pinienkerne in einem großen Topf ohne Fett bei mittlerer Hitze goldbraun rösten. Herausnehmen und beiseitelegen.
  2. Tagliatelle, Gemüsebrühe und Sahne in den gleichen Topf geben.
  3. Bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren kochen, bis die Pasta die Flüssigkeit aufgenommen hat und bissfest ist. Das dauert je nach Pasta ca. 10 bis 12 Minuten.
  4. Bärlauch in Streifen schneiden und die getrockneten Tomaten dazugeben. In den letzten 2 Minuten unterrühren.
  5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, auf Tellern verteilen und mit Pinienkernen und frisch geriebenem Parmesan servieren.
Tipp: Tagliatelle mit kurzer Kochzeit funktionieren hier besonders gut, weil sie schnell die Flüssigkeit aufnehmen. Spaghetti brechen beim Rühren oft und sind weniger geeignet.
Bärlauch One-Pot-Pasta

Pasta mit selbstgemachtem Bärlauch-Pesto

Bärlauch-Pesto ist quasi das Multitalent der Bärlauch-Küche. Es passt zu Pasta, auf Brot, in Suppen, über Salate, neben Fleisch. Und das Schöne: Es hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen und lässt sich einfrieren. Man kann also mit einer größeren Menge in der Saison für den Rest des Jahres vorsorgen.

Zeitaufwand: ca. 10 Minuten. Ergibt ca. ein großes Glas Pesto.

Zutaten:

  • 100 g frischer Bärlauch (gut gewaschen und trocken getupft)
  • 50 g Parmesan, frisch gerieben
  • 30 g Pinienkerne (oder Sonnenblumenkerne für eine günstigere Variante)
  • 80 ml hochwertiges Olivenöl
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

  1. Bärlauch waschen, trocken tupfen und grob hacken.
  2. Alle Zutaten in einen Mixer oder ein hohes Gefäß für den Stabmixer geben.
  3. Pürieren, bis eine grobe Paste entsteht. Wer ein feineres Pesto möchte, einfach länger mixen.
  4. Abschmecken und in ein sauberes *Schraubglas füllen. Die Oberfläche immer mit einer Schicht Olivenöl bedecken, damit das Pesto nicht oxidiert und grau wird.
  5. Pasta kochen, abgießen, 2 bis 3 EL Pesto unterheben und sofort servieren.
Tipp: Im Kühlschrank hält sich das Pesto 2 bis 3 Wochen, sofern es immer mit Öl bedeckt ist. Zum Einfrieren in der Eiswürfelform einfrieren und portionsweise entnehmen.
Bärlauch-Pesto

Bärlauch-Pasta mit Spargel

Zwei saisonale Frühlingszutaten in einem Rezept: Bärlauch und grüner Spargel. Diese Kombination ist gerade sehr gefragt auf Pinterest, und das zu Recht. Der Spargel bringt eine leicht nussige Note mit, der Bärlauch gibt Würze, und ein bisschen Zitronenabrieb am Ende macht das Gericht richtig frisch.

Zeitaufwand: ca. 25 Minuten. Portionen: 2 Personen.

Zutaten:

  • 200 g Pasta (Linguine oder Tagliatelle)
  • 250 g grüner Spargel
  • 30 g frischer Bärlauch
  • 150 ml Sahne
  • 1 EL Butter
  • 1 Knoblauchzehe
  • Parmesan und Abrieb einer halben Bio-Zitrone zum Servieren
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Spargel waschen und die holzigen Enden abtrennen. Dann in mundgerechte Stücke schneiden.
  2. Pasta in reichlich Salzwasser kochen. Etwas Nudelwasser auffangen.
  3. Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen, Spargel darin 4 bis 5 Minuten anbraten, bis er leicht Farbe bekommt.
  4. Knoblauch pressen oder fein hacken und in die Pfanne geben. Bärlauch in Streifen schneiden und ebenfalls dazugeben. Beides kurz mitbraten, ca. 1 Minute.
  5. Mit der Sahne ablöschen und kurz einköcheln lassen.
  6. Pasta abgießen, etwas Nudelwasser dazugeben, Pasta in der Sauce schwenken.
  7. Auf Tellern anrichten und mit frisch geriebenem Parmesan und Zitronenabrieb servieren.
Tipp: Zitronenabrieb ist hier kein optionaler Bonus, sondern hebt das Gericht wirklich auf eine andere Ebene. Einfach mal ausprobieren.
Bärlauch-Pasta mit Spargel

Bärlauch-Kartoffel-Schnecken

Und jetzt das Beste zum Schluss. Diese Schnecken sehen aus, als kämen sie aus einer richtig guten Bäckerei, und dabei sind sie wirklich nicht schwer. Man braucht etwas Ruhezeit für den Teig, aber die aktive Arbeitszeit hält sich in Grenzen. Frisch aus dem Ofen, noch warm, mit einem Klecks Bärlauchbutter drauf: pure Freude.

Zeitaufwand: ca. 30 Minuten Arbeit + 1 Stunde Gehzeit + 25 Minuten Backzeit. Portionen: ca. 12 Schnecken.

Zutaten:

  • Für den Hefeteig: 500 g Weizenmehl, 1 Päckchen Trockenhefe (7 g), 250 ml lauwarmes Wasser, 1 TL Salz, 2 EL Olivenöl
  • Für die Füllung: 300 g Kartoffelpüree (gerne auch Reste vom Vortag)
  • 50 g frischer Bärlauch, fein gehackt
  • 100 g geriebener Bergkäse oder Emmentaler
  • Salz und Pfeffer
  • Etwas Butter für die Form

Zubereitung:

  1. Alle Teigzutaten in eine Schüssel geben und zu einem glatten, elastischen Teig kneten, ca. 8 bis 10 Minuten von Hand oder 5 Minuten mit der Küchenmaschine. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat.
  2. Bärlauch fein hacken und unter das Kartoffelpüree rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Eine *Backform (ca. 30 x 20 cm) einfetten.
  4. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von ca. 30 x 40 cm ausrollen.
  5. Die Bärlauch-Kartoffel-Füllung gleichmäßig auf dem Teig verteilen, dabei einen kleinen Rand freilassen. Den Käse darüberstreuen.
  6. Den Teig von der langen Seite her fest aufrollen. Die Rolle in 12 gleich dicke Scheiben schneiden.
  7. Schnecken mit etwas Abstand in die Backform legen. Nochmals 20 Minuten gehen lassen.
  8. Im vorgeheizten Ofen 23 bis 25 Minuten goldbraun backen. Noch warm servieren.
Tipp: Wer keinen Hefeteig selbst machen möchte: Fertig-Hefeteig aus dem Kühlregal (z.B. vom Discounter) funktioniert genauso gut und spart die Gehzeit.
Bärlauch-Kartoffel-Schnecken

Kurze Bärlauch-Küchen-Tipps zum Abschluss

Welche Pasta passt am besten? Für cremige Saucen eignen sich breite Nudeln wie Tagliatelle und Pappardelle besonders gut, weil sie mehr Sauce aufnehmen. Penne und Rigatoni funktionieren gut mit stückigen Saucen. Spaghetti passen zur Sauerrahm-Version.

Welcher Käse passt zu Bärlauch? Bergkäse und Parmesan sind die Klassiker. Wer es milder mag, greift zu Mozzarella oder Gouda. Feta passt wunderbar zu veganen Varianten und bringt eine schöne salzige Note mit.

Bärlauch nicht zu lange erhitzen: Das Aroma von Bärlauch ist hitzeempfindlich. Am besten erst kurz vor dem Servieren oder in den letzten Minuten der Garzeit zugeben, damit das frische Aroma erhalten bleibt.

Menge anpassen: Bärlauch hat einen intensiven Geschmack. Für Kinder oder Personen, die eher milde Aromen bevorzugen, einfach die Menge halbieren und nach Belieben anpassen.


Jetzt schnell zugreifen, die Saison wartet nicht

Bärlauch-Saison ist jetzt, und sie ist kurz. Bis Ende April hat man ein gutes Zeitfenster, danach beginnt die Blüte und das Aroma lässt deutlich nach. Mein Tipp: Die Rezepte gleich abspeichern, denn nächstes Jahr im März wirst du dankbar sein, dass du weißt, was du mit dem ganzen Bärlauch anfangen sollst.

Und falls du noch mehr Bärlauch übrig hast als geplant: Das Pesto lässt sich prima einfrieren und hält dich mit Bärlauch-Aroma durch den Herbst und Winter.

Welches Rezept probierst du als erstes aus?


📬 Kein Beitrag mehr verpassen?

P.S. Wenn du keine Rezeptideen mehr verpassen möchtest: Trag dich in den Newsletter ein – da teile ich regelmäßig Dinge, die ich sonst nirgendwo poste. Und merk dir diesen Artikel auf Pinterest für später! 💛

Hier geht´s zum Alltags-Liebe Newsletter


Noch mehr Rezepte die deine Kinder wirklich essen?

Hol dir deinen 5-Tages-Familienplan völlig kostenlos in dein Postfach. Simple Rezepte für die ganze Woche.

Hier geht´s zum kostenfreien 5 Tages-Familienplan

Dein 5 Tage Familienplan

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert